Wissenschaftlich fundierte Bewertung

Die 3-Säulen-Methodik für Maklerbestände.

Eine seriöse Maklerbestand-Bewertung darf nicht auf einer einzigen Methode beruhen. Die MaklerZukunft-Methodik kombiniert drei etablierte Verfahren parallel — und gewichtet das Ergebnis mit unserem exklusiven Bestandsqualitäts-Score (BQS).

Säule 1 · Courtage-Multiple
Kaufpreis = Jahrescourtage × Faktor
Gewerbe / Industrie3,0–4,0×
Sach / Haftpflicht2,5–3,5×
Leben / Rente2,0–3,0×
Kranken / PKV2,0–3,0×
Kfz1,5–2,5×
Säule 2 · EBITDA-Multiple
Kaufpreis = bereinigtes EBITDA × Faktor
< 500 T€4–6×
500 T€ – 2 Mio.5–8×
2 – 5 Mio. €6–9×
5 – 20 Mio. €8–12×
> 20 Mio. €10–13×+
Säule 3 · DCF / Ertragswert
EW = Σ Et / (1+i)t
Kapitalisierungszins5–7,5 %
Bestandsabrieb3–8 % p.a.
Regulatorik-Abschlag5–15 %
Inhaberabhängigkeit−10 bis −25 %
Horizont5 Jahre
Säule 1

Courtage-Multiple — der Branchenstandard

Das Courtage-Multiple ist die bekannteste und am weitesten verbreitete Bewertungsmethode für Maklerbestände. Der Kaufpreis ergibt sich als Vielfaches der durchschnittlichen Jahrescourtage der letzten drei Geschäftsjahre.

Wann passt diese Methode?

Vor allem bei kleineren bis mittelgroßen Sach- und Gewerbebeständen, bei denen die Courtage-Einnahmen stabil und gut prognostizierbar sind. Der Vorteil: einfach, transparent, marktüblich.

Was beeinflusst den Faktor?

  • Spartenmix: Gewerbe und Industrie tragen höhere Multiples als Kfz.
  • Vertragsbestand: Langlaufende Verträge mit niedriger Stornoquote rechtfertigen das obere Ende.
  • Maklermandate: Schriftliche, übertragbare Mandate erhöhen den Faktor um 5–10 %.
Hinweis

Faktoren sind branchenüblich — aber kein Naturgesetz. Ein Bestand mit hohem Inhaberrisiko kann trotz guter Courtage-Basis nur das untere Ende erreichen. Deshalb gewichten wir mit dem BQS.

Säule 2

EBITDA-Multiple — bei größeren Beständen

+

Bei mittleren bis großen Maklerbeständen (ab ca. 500 T€ Jahrescourtage) gewinnt das EBITDA-Multiple an Bedeutung. Der Kaufpreis basiert hier auf dem bereinigten Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen — ein Maß für die echte Ertragskraft.

Was bedeutet "bereinigt"?

Das EBITDA wird um nicht-marktübliche Geschäftsführer-Bezüge, private Anteile und einmalige Effekte korrigiert. Erst dann ist es aussagekräftig — und vergleichbar mit dem, was ein professioneller Käufer als Kapitaldienst leisten kann.

Skaleneffekt im Faktor

Je größer der Bestand, desto höher der Multiplikator — institutionelle Käufer (z. B. Investorengruppen, Holdings) zahlen für 5+ Mio.-Bestände regelmäßig 8–13× EBITDA, weil sie Skaleneffekte realisieren können.

Säule 3

Ertragswertverfahren (DCF) — der Blick in die Zukunft

+

Das Ertragswertverfahren (Discounted Cash Flow) diskontiert die zukünftigen Ergebnisse auf den heutigen Barwert. Es ist die analytisch fundierteste Methode — und entscheidend, wenn Käufer und Verkäufer unterschiedliche Erwartungen an die Bestandsentwicklung haben.

Die Stellschrauben

  • Kapitalisierungszins (i): 5,0 – 7,5 %, abhängig vom Risikoprofil.
  • Bestandsabrieb: Realistische Annahme über jährlichen Bestandsverlust (3–8 %).
  • Horizont: Standard ist ein 5-Jahres-Fenster — länger wäre spekulativ.

Das DCF zeigt, wann ein Bestand "überbewertet" gekauft wird — und schützt damit beide Seiten.

Schnellrechner mit allen drei Verfahren parallel:  Zum Bewertungsrechner →

MaklerZukunft Bestandsqualitäts-Score

Der BQS — was Käufer wirklich zahlen.

Drei Bewertungsverfahren liefern eine Spanne. Wo innerhalb dieser Spanne der reale Marktpreis liegt, entscheidet die Qualität des Bestands. Der MaklerZukunft Bestandsqualitäts-Score (BQS) bewertet 8 Werttreiber objektiv und liefert eine Zahl von 0–100.

80–100
Premium · oberes Preissegment
50–79
Marktüblich · mittlere Spanne
0–49
Optimierungsbedarf · unteres Ende
Werttreiber im Detail

Was den Bestand teurer
oder günstiger macht

+ Wertsteigernd
Stornoquote < 2 %+10–15 %
Schriftl. Maklermandate+5–10 %
Gewerbeanteil > 30 %+10–20 %
Kunden Ø < 50 J.+5–12 %
CRM-System vorhanden+5–8 %
Einarbeitungsphase+5–10 %
– Wertmindernd
Stornoquote > 5 %−10–20 %
Hohe Inhaberabhängigkeit−10–25 %
Kfz-Anteil > 40 %−10–15 %
Überaltert > 60 J. Ø−10–20 %
Laufende Haftungsfälle−15–30 %
Keine Maklermandate−15–25 %
★ Strategische Hebel

Diese Faktoren sind nicht direkt bezifferbar — entscheiden aber oft über Top oder Flop einer Übergabe:

Übertragbarkeit der Mandate
Konzentrationsrisiko (Top-10)
Versicherer-Diversifikation
Kompetenzprofil des Inhabers
Standort & Region
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Jeder Bestand ist anders.
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